Der Botanische Garten von Porto Caleri

 

Barena51Der Botanische Garten im südlichen Teil der Küste von Rosolina Mare erstreckt sich über eine Fläche von etwa 24 Hektar. Eingerichtet von der Region Venetien im Jahre 1990 in einer Gegend, die in Folge zum Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB) erklärt wurde und in den Regionalpark Venetien des Podeltas aufgenommen wurde, hat der Park die Ambition, eine einzigartige natürliche Umgebung von großem wissenschaftlichen Interesse zu erhalten. Der Besuch im Botanischen Garten nahe der Küste kann entlang von drei verschiedenen Wegen erfolgen: einem kurzen, der den Pinienwald durchquert, dem mittleren, der alle Bereiche mit Ausnahme der Brackwassermarschen umfasst, und dem längsten, der auch die letztgenannte Umgebung miteinschließt.

Die Bereiche des Gartens

 

 

 

Sandvegetation 

Cakile maritima6 compNahe dem Meer besteht die typische Vegetation auf losem Sand aus sehr anpassungsfähigen Pionierarten, wie beispielsweise der Strandrauke (Cakile maritima), der Spitzklette (Xantium italicum) und der Stranddistel (Eryngium maritimum). Auf den ersten, noch instabilen Dünen wird die Flora reichhaltiger: Dünen-Zypergras (Cyperus Kalli), Binsen-Quecke (Agropyron junceum) und Strandwinde (Calystegia soldanella). Auf dem Dünenkamm prägen dicke Klumpen von Strandhafer (Ammophila littoralis) das Bild, die eine Windbarriere bilden, was zur Anhäufung und Ausdehnung der Dünen führt. Hinter den Dünen kann man verschiedene Vegetationsformen vorfinden, je nach dem Stabilisierungsgrad derselben. So finden wir Pflanzen wie den Dünnhäutigen Federschwingel (Vulpia membranacea) oder die Silber-Skabiose (Scabiosa argentea).

 

 


Buschland 

In den Binnenland-Gebieten wachsen Wacholderbüsche (Juniperus communis) und Steinlinden (Phillyrea sp.), die den Auftakt zur typischen Mittelmeervegetation bilden.

Süßwasserfeuchtgebiete 
Wo der Grundwasserspiegel sichtbar wird, in den Vertiefungen zwischen den Dünen, wird die Vegetation durch hygrophile Arten ergänzt: Rohrputzer (Typha sp.), Binsenschneide (Cladium mariscus) und Schilfrohr (Phragmites australis).

 

 


Pinienwald 
Der Pinienwald besteht aus Strandkiefern (Pinus pinaster) und Pinien (Pinus pinea), die im Rahmen der Wiederaufforstung zwischen den 40er und 50er Jahren gepflanzt wurden und deren spontan entstandenes Unterholz aus seltenen Pflanzen wie Orchideen der Gattungen Cephalantera, Ophrys und Orchis besteht. Bemerkenswert ist die Präsenz von Steineichen (Quercus ilex), Nachweis der spontanen Tendenz, einen Wald mediterranen Typs zu bilden. Im Westen gibt es ein Gebiet, das reich an Feldulmen ist (Ulmus minor), was auf eine förderliche Umgebung für die Bildung des für die Poebene typischen Waldes hinweist..

 

 

Feuchtgebiete mit Brackwasser 

Eryngium maritimum1compSeit 1992 ist ein gut ausgestatteter Spazierweg durch die Brackwasserfeuchtgebiete in der Nähe von Caleri angelegt worden.  Die Route führt zunächst durch ein Gebiet mit Salzmarschen, typische Inseln am Lagunenrand mit morastiger Tonerde, die von einer dichten halophilen Vegetation bedeckt sind, die dem hohen Salzgehalt des Bodens standhalten kann. Der Weg windet sich durch die Salzwiesen, und über spezielle Laufstege kann man ohne Probleme die Kanäle überqueren, auf deren Grund man bei klarem Wasser die Bodenfauna (Krabben, kleine Fische etc.) und die Unterwasserflora, wie Seegras (Zostera noltii) und Algen (Ulva , Enteromorpha usw.) bewundern kann. Am Rande der Salzmarschen sowie in der Nähe der Meerwassersalinen hat eine jahreszeitenabhängige halophile Vegetation Fuß gefasst, die aus Quellern (Salicornia veneta), Strand-Sode und Salzkräutern (Salsola soda) besteht. An einigen Stellen sind Böschungen sichtbar, die durch Schlickgräser stabilisiert worden sind. Nach Überquerung der Salzmarschen endet der halophile Weg in den Dünen im Süd-Osten. Hier mischen sich Salzpflanzen mit der Dünenvegetation, da die Böden weniger salzhaltig sind und einen lockeren Boden aufweisen, was zur Verbreitung von Binsengewächsen, Salz-Alant  und anderen typischen Arten geführt hat.

Nützliche Informationen

  • Ticket: 2,50 €
  • Öffnungszeiten: von April bis Oktober
  • Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag von 10.00 bis 13.00 und 15.00 bis 18.00 Uhr, in den Monaten April, Mai, September und Oktober. Von 10.00 bis 13.00 und 16.00 bis 19.00 Uhr, in den Monaten Juni, Juli und August.
  • Führungen: 10.30 Uhr und 15.30 Uhr. 16.30 Uhr während der Sommermonate

Informationen und Gruppenbuchungen: Regionalpark Venetien des Podeltas - Tel. 0426 372202

Das Podelta

Parco del DeltaDer Po, auch der "sanfte Riese "genannt, ist der längste Fluss Italiens. Auf einer Strecke von 650 km Kilometern durchquert er die Poebene bis zur Adria, wo er sich in ein Delta auffächert und so eines der größten Feuchtgebiete in Europa und dem Mittelmeerraum geschaffen hat.

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Das Leben im Delta

Vivere il DeltaDas Podelta ist ein wunderschönes Gebiet und noch weitgehend unbekannt. Es lädt zur langsamen Entdeckung der harmonischen Landschaft ein, der warmen und rustikalen Gastfreundschaft seiner Landhäuser ("casoni"), der Pontonbrücken, des geheimnisvollen dicken Schilfrohrs, der weiten Horizonte, der Aktivitäten in den Teichen, Lagunen und Gemüsegärten, und bezaubert durch den Charme der Meeresmündung und der äußersten Küstenstreifen, Sandbänke aus feinstem Sand, die ins Meer übergehen.


 

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Veranstaltungen

Geschehen 2018

Die Veranstaltungsseite bezüglich Events im Park und den entsprechenden Parkgemeinden wird ständig weiterentwickelt und regelmäßig durch das Einfügen neuer Termine aktualisiert.

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